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Torchwood 3


Torchwood 3
Genre:
Science-Fiction
Autor:
Andy Lane
Seiten:
316
Verpackung:
Softcover
Kaufstart:
16. Mai 2012
Verlag:
Cross Cult
ISBN:
978-3-941248-60-1

Tag für Tag geschehen in der britischen Stadt Cardiff neue unheimliche und mysteriöse Dinge. Bisher galten die außerirdischen Weevils als die größte Bedrohung für die Menschheit, wenn sie zu nächtlicher Zeit skrupellos Jagd auf ihre Beute machten. Doch seit neuestem sind ausgerechnet diese Geschöpfe in Angst und Schrecken versetzt wurden und flüchten vor einem bis dato unbekannten Monster. Sowohl Menschen, als auch Weevils befinden sich in größter Lebensgefahr, sobald sie auf eben jenes Geschöpf stoßen. Ein außerirdisches Artefakt scheint zunächst die Lösung, kam es schließlich in einem Nachtclub zu einem tödlichen Zwischenfall mit fünf Jugendlichen. Doch noch ahnt das Torchwood-Team rund um Captain Jack Harkness nicht, dass es sich bei dem vermeintlichen Monster um gewöhnliche Menschen handelt…

Kritik:
Als Ableger von „Doctor Who“ konnte die beliebte „Torchwood“-Serie zahlreiche Fans für sich gewinnen, bis sie in audiovisueller Form spätestens mit Staffel Drei keine ganz so großen Erfolge mehr feiern konnte. Durch das Wegfallen vieler Teammitglieder und toller Charaktere konnte die Science-Fiction-Serie einfach nicht mehr so sehr überzeugen. Umso besser also, dass die „Torchwood“-Romanserie ausgerechnet zum Zeitpunkt der ersten beiden Staffeln spielt und uns daher eine vollbesetzte Crew beschert: Noch dazu: Wir bekommen eine Story geboten, die wir aus der TV-Serie bisher nicht kennen. So bleibt auch der dritte Roman hochspannend und absolut lesenswert.

Eine vernachlässigte Liebe
Freunde von Eve Myles und Kai Owen dürften in dieser Buchepisode sogar besonders auf ihre Kosten kommen, denn Gwen und ihr liebevoller Freund Rhys stehen einmal mehr im Mittelpunkt. Obwohl letzterer in der Serie meist eher eine nebensächliche Rolle spielte, darf er nun endlich eine fast romanfüllende Position einnehmen. Immerhin dürfen wir uns erneut in Gwens Lage hineinversetzen, wenn ihre Beziehung auf der Kippe steht und sie alles daran setzen will, ihre viel zu sehr vernachlässigte Partnerschaft zu retten. Der Beruf als Torchwood-Agent lässt sich schließlich nur schwer mit der Liebe vereinbaren und ausgerechnet ihr Freund wird eine besondere Rolle in der neuen Gefahr spielen. Denn während bereits bekannt ist, dass es sich bei der Bedrohung keineswegs um einen außerirdischen Ursprung zu handeln scheint, könnte auch Rhys längst betroffen sein. Obwohl die Storyrichtung damit schnell klar zu sein scheint, wird „Langsamer Verfall“ gerade jetzt erst so richtig spannend und gibt uns schnell die Möglichkeit, uns in die Story hineinzuversetzen.

Altes Team, neue Herausforderungen
Kenner der Serie haben es sowieso recht einfach, sich die bekannten Figuren mit ihren üblichen Charakteren vorzustellen. Den Humor von Owen und die zynischen Kommentare des unsterblichen Jack punkten schließlich einmal mehr und spätestens beim Kontakt mit Ianto kommen in Angesicht seines Fehlens in der neuesten Serienstaffel schon richtige Sehnsüchte auf. Ein bisschen mag aber auch das Krimifeeling in „Langsamer Verfall“ nicht fehlen, denn das Rätseln nach der Ursache der mysteriösen Vorkommnisse und der leichte Touch einer Polizeiarbeit machen „Torchwood“ einmal mehr sehr mitreißend. Fans der Serie kommen also voll auf ihre Kosten und sollten sich „Langsamer Verfall“ auf gar keinen Fall entgehen lassen, denn dank hervorragendem Lesefluss und gutem Tempo wird niemals Langeweile aufkommen. So lieben wir „Torchwood“!

Fazit:
Mit den gewohnt gelungenen Charakteren, einer intensiven Liebesgeschichte zwischen Gwen und Rhys, sowie einer völlig neuen Episode punktet „Torchwood“ erneut bei seinen Fans.